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Wir in Afrika

Weihnachten, Silvester und was noch so war… 11.01.11

Erstmal Frohe Weihnachten und ein frohes neues Jahr nachträglich aus Ghana!!

Ich hatte dieses Jahr mal ganz andere Feiertage als es gewohnt ist. Fangen wir mal mit Weihnachten an:

Weihnachtsstimmung?? Nein soetwas hatte ich dieses Jahr überhaupt nicht!! Es waren so ca. 30°c und da ist es schwer soetwas aufkommen zu lassen. Da helfen nicht mal Weihnachtslieder oder Weihnachtsfilme!!

Eine Woche vor Weihnachten hatten wir bei uns in der Gemeinde eine Carols Night, bei der verschiedene Gruppen aus der Gemeinde Weihnachtslieder vorsingen und zwischendurch immer Lesungen vorgelesen werden. Das war wirklich schön!! In der Kirche standen so zweige rum mit Glitzerschmuck und bunt-blinkenden Lichterketten dran!! (sehr kitschig, genau wie die Krippe) Bei dieser Veranstaltung haben Stefan und ich natürlich als die Oburonis auch etwas vorgemacht. stefan hat Gitarre gespielt und ich habe gesungen. Erst “Stille Nacht, Heilige Nacht” (natürlich auf deutsch) und “Heute hier morgen dort” (wir wussten nicht, dass wir zwei Lieder singen sollten, haben wir erst einen Tag vorher erfahren und das war das einzige, was wir beide so auf Anhieb konnten;) ). Das war jedenfalls ein wirklich schöner Abend!!

An Heilig Abend waren wir erst in der Messe und danach haben Stefan und ich eine kleine Bescherung gemacht. Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag waren wir in der Kirche und bei einem Barbecue, aber es war nichts sepektaküläres!! Genau so ging das auch mit Silvester weiter. Wir sind zu Lena und Regina nach Agroyesum (deren Stelle) gefahren und haben dort mit denen und Lenas Familie, die zu Besuch war, etwas ins neue Jahr reingefeiert. Erst waren wir 3 Stunden in der Kirche und dann sind wir noch in eine Bar gegangen und haben ein paar Bierchen getrunken.

Von dort bin ich mit einer anderen Freiwilligen etwas gereist. Erst waren wir in der Hauptstadt Accra. Nach einem halben Jahr in Kumasi war das schon ein Kulturshock für uns dort zu sein, weil die Stadt eher westlich geprägt ist. es gibt Hochhäuser, richtig gute Straßen, ein besseres Abwassersystem…und es gab viele andere Weiße!! Wir waren dort auch am Strand, an einem öffentlichen. dort waren sehr viele Einheimische, die uns die ganze Zeit angequatscht haben. Die Stände, wo man die Oburonis findet kosten Geld, sind aber dafür auch nicht so zugemüllt und man hat seine Ruhe.

Von Accra sind wir in ein kleines Städtchen namens Hohoe gefahren. Von dort aus haben wir den höchsten Wasserfall Ghanas besucht!! Das war wirklich schön da!!

So das wäre es erstmal von mir!! Bis demnächst mal!! :)

PARTY???? 13.12.10

Also was wir noch kurz sagen wollten: Wir muessen es ja zugeben, wir vermissen das Alando :) hier kann man auch gut Party machen, aber das Alando muss mal wieder sein:)

Deshalb wuerden wir uns total freuen, wenn DU uns am Donnerstag, den 23 Dezember begeleiten wuerdest. Wir wollen im Jugendheim ein bisschen was trinken, vllt ein paar Baguettes essen oder so. Dann wollen wir abends ins den Zappelbunker. Wer keine Lust hat ins Alando zu gehen, ist ja nicht jedermanns Disco, wir freuen uns trotzdem wenn du einfach kommst um uns wieder zu sehen und einen Schnack mit uns hälst. Wir hoffen, dass das vom LT aus in ordnung ist?! Den Schneckenpass gibs doch oder? Wir dachten, das ganze koennte so gegen 6 uhr starten :) WIR FREUEN UNS AUF DICH Magda und Jana

wunderschönes Südafrika 13.12.10

Hallo ihr Lieben,

Schöne Grusse aus 35 Grad warmen Stellenbosch. Seit 1 Woche sind wir von unserer Reise zurueck und geniesen hier noch unsere letzten Tage. Emily ist  im Moment wieder in Deutschland und wir passen jetzt rund um die Uhr auf die Kinder auf, die ab jetzt Ferien haben. Das leben hier ist ganz anders. Klar es gibt einen Pool und eine Dusche;) aber dafuer auch jeden morgen ein Kind um 6 an deinem Bett, dass deine Aufmerksamkeit moechte:)

Zu unserer Reise:

Wir koennen gar nicht richtig die Worte fuer die Schoenheit dieses Landes finden. 2 Wochen lang sind wir mit dem Rucksack an der Kueste entlang gereist. Die Gardenroute und auch die Wild Coast (sunshine Coast) haben wir gesehen. In der ersten Woche haben wir sofort ein Paar aus Stuttgart kennen gelernt und sind mit ihnen die erste Woche spontan zusammen gereist. das war total super, denn zu viert haben wir viel erlebt. Wir waren in einem riesen Elefantenpark, in dem wir die Elefanten streicheln, fuettern und mit ihnen gehen konnten. Wir haben wilde Affen gesehen und Leoparden gestreichelt. Wir sind eine natuerliche Wildwasserbahn gefahren, haben eine Kanutour gemacht (das war die schönste Landschaft, die wir je gesehen haben. Du sitzt in deinem kleinen Boot und fährst durch den Dschungel. Neben dir laufen Affen und die Sonne scheint dir ins Gesicht. Wie im Paradis. Wir waren in einem riesen Vogelpark und haben lauter nette Leute in den Backpackers kennen gelernt. In der zweiten Woche sind wir dann alleine weiter gereist und haben ein paar Suedafrikaner und ein paar Holländer kennen gelernt mit dennen wir eine echt coole zeit hatten. Lustige Partys und und und (Die Suedafrikaner trinken unglaublich viel Wein und AMARULA) Besonders in dieser Zeit haben wir die endlos langen, wunderschönen Strände genossen. Wir haben im Meer gebadet, Strandspaziergänge gemacht und dem Rauschen des Meeres gelauscht. ES WAR UNBESCHREIBLICH. Mit dem Wetter hatten wir eigentlich Glueck, denn zu der Zeit, als wir so viel gemacht haben war es ein wenig bewölkt, doch in der Zweiten woche hatten wir passend zum Strand super Wetter :) Jetzt sind wir wieder hier und schon in 6 Tagen wieder zuhause. Wir wuerden Luegen, wenn wir nicht sagen wuerden, dass wir sehr traurig sind hier weg gehen zu muessen. Wir haben viele Leute kennen gelernt und liebgewonnen. WIr haben uns sehr wohl gefuehlt und vermissen jetzt schon unsere Kajamandiwelt(auch wenn man dort keine Dusche hat:)) Dennoch freuen wir uns auch euch wieder zu sehen:) aber zuerst gucken wir uns noch dubai an :)

bis ganz bald Magdalena und jana

Fotos von der Schule 06.12.10

So hier sind ein paar Fotos von meiner Arbeitsstelle!!

Cape Coast und Lake Bosumtwe 29.11.10

Hallo liebe Leute im kalten Deutschland. Wie ich höre fängt es in einigen Gegenden sogar schon an zu schneien…hier ist an so etwas nicht mal zu denken!! Die Trockenzeit fängt gerade an und es ist immer so um die 30°c, aber es wird noch wärmer!!

Letzte Woche habe ich mit Stefan und einer Reisegruppe aus Deutschland einen Tagesausflug nach Cape Coast gemacht. Das ist eine der bekanntesten Städte in Ghana und besonders für Touristen interessant, da es dort sehr schöne Strände gibt und auch Sehenswürdigkeiten von dort aus zu erreichen sind.

Zu erst waren wir im Kakum National Park, der etwas außerhalb von Cape Coast ist. Dort kann man über Hängebrücken in 140 Fuß Höhe (also etwa 42 m) durch den Regenwald laufen. Das war der Wahnsinn!! Eine wunderschöne Landschaft!! Das ganze Gerüst wurde vor einigen Jahren von Kanadiern gebaut und uns wurde gesagt, dass bis jetzt noch niemand runter gefallen ist. Es war auch manchmal ziemlich wackelig und für Menschen mit Höhenangst wäre das absolut nichts!! Ich habe hier einige Fotos von der Regenwaldlandschaft, die ich bewundern konnte. Ich habe die ganze Zeit versucht ein Foto zu machen, bei dem man sieht wie hoch die Hängebrücken waren, aber weil der ganze Boden bewachsen ist, kann man das nicht so gut erkennen. Tiere konnte man deswegen leider auch nicht sehen, obwohl uns gesagt wurde, dass es dort Waldelefanten und Affen geben soll.

Danach sind wir zum Mittagessen in ein Restaurant gefahren, dass auf Pfählen in einen See hinein gebaut wurde. Dort gab es Krokodile!! Ich stand 2 m von diesem Krokodil entfernt, dass auf dem Foto ist. Dieses Exemplar war etwa 1,5 m lang, aber es gab auch wesentlich größere, aber die waren nur im Wasser und ich habe leider nur Fotos auf denen man den Kopf sieht…ist nicht so interessant.

Nachmittags sind wir nach Cape Coast gefahren und haben dort das Castle besichtigt. Das ist eine Burg, die damals von den Sklavenhändlern erbaut wurde. Dort wurden die Sklaven vor ihrer Reise nach Amerika gefangen gehalten. Es gab mehrere Räume im Keller, in denen je Raum ca. 200 Sklaven lebten. Frauen und Männer getrennt. Es war wirklich interessant das zu sehen, vor allem weil wir dieses Thema letztes Jahr noch in der Schule hatten. ;)

Es war ein toller Ausflug, aber etwas schade war, dass wir keine Zeit mehr hatten an den Strand zu gehen, aber das hole ich das nächste Mal nach, wenn ich dort hin fahre. ;)

Am Tag danach sind wir (Lena und Regina, die uns besucht haben, Judith, eine ehemalige Freiwillige, die gerade hier zu Besuch ist, Father Robert und Stefan und ich) zum Lake Bosumtwe gefahren, der etwa eine Stunde von unserem zu Hause entfernt ist. Das ist einer der größten Binnenseen Westafrikas. Er ist durch einen Meteoriteneinschlag entstanden und ist deshalb fast kreisrund. Dort sind wir erst auf einem Boot etwas herum gefahren und sind dann noch schwimmen gewesen.

Das wär’s erstmal von mir!! Liebste Grüße Johanna

Abschiede 21.11.10

Abschied aus Kayamandi und Feier im Projekt

Huhuu ihr Lieben, Vier Monate die hinter uns liegen… Hört sich doch am Anfang immer länger an, für uns ist die Zeit jetzt so im Nachhinein wirklich gerannt. Die Zeit in Kayamandi hat uns geprägt und hat uns sowohl positive als auch negative Erfahrungen gebracht. Jeder Anfang ist schwer und doch ist uns der Abschied sehr schwer gefallen. Es gab viele Tränen… Vorallem die Kinder zurück zulassen. Wir glauben, dass wir neue Blickpunkte in die kleine KayamandiWelt gebracht haben und den Kindern eine schöne Zeit machen konnten. Natürlich kann man nicht alles verändern, auch wenn’s schwer fällt das zu akzeptieren. Die Sitten und Kultur ist eben ein ganz andere und wir haben kein Recht diese zu verändern. Auch der Abschied von unserer „mama“ und Madiba ist uns ziemlich schwer gefallen… Man denkt die ganze Zeit, man hat Zeit und dann ist das Abenteuer doch schon rum. Wenn wir hier jetzt so darüber schreiben, alleine dann merken wir, wie sehr wir unsere Kids schon vermissen… Das Lachen, das Spielen und all die Dinge, die wir mit ihnen erleben durften! Wir sind der Meinung uns einen guten Zeitpunkt zum gehen ausgesucht zu haben, denn wir merken die Kriminalitätsrate nimmt zum Sommer hinzu. In unserer Creche und auch bei den Nachbarn wurde in der letzten Wochen eingebrochen, aber wir wollen euch nicht schocken also mehr dazu, detailliert, zu hause…. (nur noch 4 Wochen, der Countdown läuft ;) ) Nun zum Projekt! Wir hoffen, wir haben das Geld auch in eurem Sinne gut ausgegeben ;) Am Freitag hatten wir eine Abschieds- und Informationsparty mit allen Kindern und ihren Eltern. Wir haben zusammen mit Kweito und Pelisa ( die, die das Projekt weiterführen) ab 12h angefangen, dass Essen vorzubereiten und haben alle neuen Spielsachen vorne aufgebaut. Jetzt gibt es ganz viel Spielzeug, Musikinstrumente, Kostüme und T-Shirts für die Kinder. Typisch afrikanisch, ist die Party eine Stunde später losgegangen. Kweito hat eine Rede gehalten, wir beide wurden vorgestellt und dann haben uns die Kids mit einen Tanz überrascht.

Wir waren gerührt, dass sogar manche Eltern extra aufgestanden sind und uns persönlich gedankt haben. Wir selbst haben „be drugs free“ Tshirts mit Unterschriften als Abschiedsgeschenk bekommen und ganz am Ende haben die Kids ein eigenes Abschiedslied für uns gesungen. Auch hier ist uns der Abschied schwer gefallen, aber wir wissen, dass jemand da ist der dieses Projekt mir Herz weiterführt und konnten so mit einem guten Gefühl auch für die Zukunft der Kids gehen. Morgen geht’s los auf unsere Reise. Wir melden und berichten euch dann in zwei Wochen von der Garden Route und der Wild Coast. Liebste Grüße, eure Zwei

Wir versuchen gleich nochmal Fotos hochzuladen :)

Osnabrückerin in Südafrika..Mecki auf Zack 09.11.10

Am 08.11.2010 Mechthild in Südafrika!

Ein aufregender Tag ist gestern zu Ende gegangen.

Morgens um halb 9 Frühstück bei Emily in Stellenbosch mit Janas Mama und Tante Magaretha  Wir haben Brötchen mitgebracht und nach einem tränenreichen Empfang haben wir es endlich mal wieder genossen „Körnerbrötchen“ zu essen. ( Wir vermissen WELP ;) ) Nach einem ausgiebigen Frühstück ist Janas andere Tante Ulla mit ihrem Freund dazu gestoßen und gemeinsam sind wir nach Kayamandi aufgebrochen. Der neugierigen Schar haben wir dann den Kindergarten, das Zentrum für HIV-Infizierte und unser zu Hause gezeigt. Die Familie wurden natürlich auch vorgstellt und herzlich begrüßt. Leider hatten wir an diesem Tag kein Strom, Wasser im Zimmer und Regenwetter – tja Vorführeffekt. Wir haben ihnen auch noch unseren „StammKisok“ gezeigt und die Räumlichkeiten des Projektes. Nach so vielen Eindrücken gabs dann erstmal einen Kaffe in unserem Lieblingsrestaurant in der Stadt  so konnten sie den ersten Kulturschock verarbeiten und wir hatten ihnen die Schwarzenkultur Südafrkas gezeigt. Nach kurzem Verschnaufen wurde es dann Zeit die andere Seite kennen zu lernen, dass „weiße Südafrika“. Wir haben eine nette STELLENBOSCH ON FOOT Führung durch die Stadt gemacht. Schnell war es abends und wir haben den Abend mit einem leckeren Grillen, einem Gläschen Wein und viel Amarula enden lassen 

Wir haben uns sehr über die mitgebrachte Post von unseren Familien gefreut, die uns noch mal ein wenig mehr an zu hause denken lassen hat. Es war schön…..

Nachts haben wir zwei dann mit Mechthild und Magaretha im Gästezimmer geschlafen und mussten uns leider nach dem Frühstück schon wieder verabschieden. Aber in Wochen sehen wir uns schon wieder, der Countdown läuft ja.

Es war ein ganz schöner Tag!!!!!

ITHEMA COMMUNITY-unser Projekt 09.11.10

Hey ihr Lieben,

heute haben wir etwas mehr Zeit und können euch ausführlich erzählen. Wir berichten euch heute etwas über unser gestartetes Projekt, wo auch eure Spenden hingehen, dafür noch mal ganz ganz lieben Dank an alle die fleißig gespendet haben.

Unser Projekt heißt: ITHEMBA COMMUNITY DEVELOPMENT PROJECT, Ithemba ist africans und bedeutet Hoffnung. Wie wir finden ein sehr passender Name. Community steht dafür, dass Gemeinschaft zwischen den Kinder entstehen soll und durch Zusammenhalt gegen Drogen vorgegangen werden kann. Development, wie man schon an der deutschen Übersetzung hört, für Entwicklung. Die Kinder sollen sich in diesem Projekt weiterentwickeln und ihre Fähigkeiten entdecken können. Das Hauptanliegen dieses ganzen Projektes liegt in erster Linie jedoch erstmal darin, die Kinder zu beschäftigen und sie von der Straße wegzuholen.

Wir haben insgesamt ungefähr 1.150€ von euch zur Unterstützung bekommen! Viel viel mehr als wir je erwartet und erhofft haben. Sicher seid ihr jetzt alle sehr gespannt, was wir hier mit diesem ganzen Geld machen werden und geplant haben.

Zunächst können wir euch eine weitere klasse Neuigkeit berichten: Kweito und Pelisa sind zwei Einheimische aus Kayamandi, die das Projekt 2007 ins Leben gerufen haben. Eine wirklich super Grundidee, für die Beiden jedoch ohne finanzielle Unterstützung nicht durchsetzbar. Sie arbeiten beide als Freiwillige, nach ihrer normalen Arbeit, am Nachmittag in diesem Projekt und mit ihnen zusammen planen wir was gebraucht wird und am notwendigsten ist. Die Beiden werden das Projekt weiterführen, wenn es für uns in knappen 6 Wochen wieder Richtung Deutschland geht. Wir sind wirklich froh, die Zwei zu haben, denn sie sind wie wir mit dem Herzen dabei und wollen etwas bewegen! Kweito und Pelisa hatten am Projektbeginn keine finanziellen Mittel und konnten so das Projekt erst gar nicht richtig starten. Bei den Beiden haben wir echt ein super Gefühl, da sie bei unseren Treffen immer viele gute Ideen mit eingebracht haben und alle „Aufgaben“ termingerecht erledigen, was für afrikanische Verhältnisse wirklich überragend ist  Das Ganze gibt uns natürlich auch ein tolles Gefühl, da wir wissen, dass es auch ohne uns weiterlaufen wird und wir so mit einem guten Gewissen wieder nach hause fliegen können. Was haben wir bis jetzt schon machen können?! Wir waren in Sumerset West in einer riesigen Einkaufsmall und haben vielerlei Grundmaterialien und Spielsachen gekauft:Papier, Stifte, Bastelmaterialien, Scheren, Kleber, Wasserfarbe, Radiergummi, Anstifter, Lineal, LEGO-Steine, Hula Hupp Reifen, kleine Fußballtore, Twister, Trommel, Rasseln und und und… So viele Sachen, dass wir gar nicht zum Ende kommen, wenn wir alles aufzählen würden. Außerdem gibt es eine kleine Tanzgruppe für die wir momentan „Kostüme“ nähen lassen und für alle Kinder sind T-Shirts geplant. Die sollen vor allem dafür da sein, dass die Kinder sich mit dem Projekt identifizieren und auch in ihren Freundeskreisen dazu stehen, keine Drogen zu konsumieren und etwas verändern zu wollen. Auf den T-Shirts wird auf der Vorderseite ein Logo mit -be drugs free- und auf der anderen Seite der Projektname stehen. Desweiteren werden wir heute einen Schrank kaufen, um all die Dinge sicher aufbewahren zu können, damit die Kinder lange etwas von den ganzen Sachen haben werden. Den Schlüssel für diesen Schrank werden nur Kweito und Pelisa haben, sodass andere kein Zugang zu den Dingen haben und das alle Materialien am Ende eines Nachmittages zurückkommen. Wenn die Kinder an den Nachmittagen mit den Sachen spielen und sich damit beschäftigen , hat Pelisa von den älteren Kids im Projekt sogenannte Teamleader ernannt, die darauf achten werden, dass ordentliche mit den Materialien umgegangen wird. Auf diesem Weg wird den Jugendlichen das Thema Verantwortung nahe gelegt! Es sind noch ein paar Dinge in Planung über die wir euch selbstverständlich direkt informieren werden!

Wenn es Fragen oder Anmerkungen gibt, jederzeit.

Wir hoffen, dass ihr damit zufrieden seid und wir eure Erwartungen erfüllen können.

Bis bald und ganz liebe Grüße aus Südafrika, Jana und Magdalena

DANKE 06.11.10

Hallo ihr lieben. Endlich kommt auch mal wieder etwas von uns. Zuerst einmal vielen vielen Dank an alle die sich so schoen an unser Spendenaktion beteiligt haben. es sind um die 1000 Euro zusammengekommen, das ist mehr als wir erwartet haben. damit koennen wir viel bewegen. DANKE.

Wir haben in der letzten Zeit vor allem im Projekt viel geplant , haben schon Spielsachen gekauft und sind gerade dabei T/shirts fuer die Kinder zu organsieren. Die beiden Afrikaner, die das Projekt ins Leben gerufen haben, haben sich total ueber unsere Hilfe uns somit auch eure Hilfe gefreut, Wir machen ganz fleissig Fotos und werden euch Ergebnisse in Deutschland zeigen koennen.

Ganauere Details werden wir euch in den naechsten Tagen schicken, da jetzt gerade etwas Zeitdruck besteht.

Es geht uns im Moment sonst ganz gut. Unsere Zeit in Kaja sieht sich jetzt dem Ende zu noch genau 12 tage sind wir hier, denn gehen wir Reisen. es ist schon komisch unser Freunde hier verlassen zu muessen aber wir freuen uns schon auf euch. Danke fuer den lieben Countdown. ich denk das war Matthias genialer Streich. wir druecken euch. Jana und Magda

Schule/KG 25.10.10

Hallo ihr im herbstlichen Deutschland, ich habe mir gedacht ich lasse auch mal wieder was von mir hören und berichte von meinen ersten Erfahrungen in der Schule bzw. dem Kindergarten, in dem ich arbeite.

Also ich bin da inzwischen seit einem Monat von 8.00 bis 12.00 Uhr am arbeiten, unterbrochen von 4 Tagen an denen ich nicht konnte, weil ich Malaria hatte…mittlerweile bin ich wieder gesund und habe festgestellt, dass Malaria wirklich nur wie eine Grippe ist!!

Ich arbeite an einer Public School und habe deswegen nur mit Kindern zu tun, die in wirklich armen Verhältnissen leben, weil sich die Eltern nicht leisten können ihr Kinder auf eine Private School zu schicken, bei der man Schulgeld bezahlen muss.

 Der Kindergarten hier ist eher wie Grundschule bei uns. Ich bin im KG2, dass ist die zweite Kindergartenstufe bevor die Kinder in die Primary School (Grundschule) kommen. Die Kinder sind etwa 4-5 Jahre alt und in meiner Klasse sind etwa 50 Kinder, die von 2 Lehrerinnen unterrichtet werden.

Die Kinder sind zwar niedlich, aber auch unglaublich anstrengend. Ich werde sehr oft mit den Kindern alleine gelassen und kann mich überhaupt nicht durchsetzten, weil die einfach nicht auf mich hören (und ich sie somit auch nicht ruhig bekomme), weil sie genau wissen, dass ich sie nicht schlage.

Es ist hier vollkommen normal, dass die Kinder geschlagen werden! Die kennen das von zu Hause nicht anders. Immer wenn die Kinder laut sind oder sonst irgendetwas machen, was sie nicht sollen, dann kommt eine der Lehrerinnen mit einem Stock und die Kinder werden geschlagen. Auf die Arme, den Rücken, den Kopf oder die Beine…was gerade am Besten zu erreichen ist. Oft ist das so heftig, dass es richtig knallt und die Kinder anfangen zu weinen. Immer wenn die Lehrerinnen mit dem Stock auf die Klasse losgehen gucke ich schon weg, weil ich das nicht sehen kann… Ich wusste aber, dass das so sein würde, weil ich auf den Seminaren und von meinen Vorgängerinnen darauf vorbereitet wurde und ich weiß auch, dass die Lehrerinnen nichts an dem Veralten ändern und ich nicht in der Stellung bin denen etwas zu verbieten. Das Einzige was ich tun kann ist, es selber nicht zu tun und zu hoffen, dass die vielleicht irgendwann merken, dass es auch andere Möglichkeiten gibt.

Da die Kinder nichts anderes lernen, lösen sie ihre Probleme auch immer mit Schlägen. Teilweise prügeln die sich wirklich sehr heftig und ich versuche, die dann immer auseinander zu bekommen…keine leichte Aufgabe!! Letztens habe ich einfach mal versucht die Kinder, die sich geprügelt haben auf Deutsch an zu schnauzen…das hat sogar ein bisschen funktioniert!! ;)

Es gibt aber auch echt schöne Sachen im Kindergarten. Vor ein paar Tagen haben die Kinder (nicht meine, aber etwas ältere) mir in der Pause so Klatschspiele gezeigt. Das war voll witzig und irgendwann war ich die Attraktion da und es waren einige andere Kinder in unserem Klassenraum, die zugeguckt haben. Das hat echt Spaß gemacht…die Sprüche kann ich noch nicht, aber die Bewegungen!! J

Nach der Pause kommen die Kinder dann immer rein und dann gibt es Essen. Eine der Lehrerinnen tut das Essen in Schalen, die ich anschließend an die Kinder verteile. Manchmal esse ich auch in der Schule mit, wenn es zum Beispiel Riceball gibt. Das ist Reis, der etwas matschig gekocht wurde und dann zu Bällen gedrückt wird und dann mit Suppe gegessen wird!! Sehr lecker!! J

Nach der zeit im KG bin ich meistens sehr müde, weil das doch recht anstrengend ist. Ich bin da so was, wie die Hauptattraktion der ganzen Schule und alle Kinder kennen mich und kommen immer auf mich zu gerannt, wenn ich komme. Ganz faszinierend ist auch meine Haut, die von den Kindern immer berührt wird, weil die das so interessant finden und ganz angetan sind die von meinen Muttermalen. Einige Kinder versuchen immer die abzumachen. Die kennen so was gar nicht, weil man die bei denen gar nicht sieht.

Ich habe jetzt auch meine Rasters wieder raus gemacht und die fassen jetzt auch immer meine Haare an und sagen, dass die so schön wären. Das kennen die ja auch nicht, weil die Haare von denen eher rau sind und nicht so weich wie unsere. Mit den Haaren ist es sehr schwierig so Frisuren zu machen, wie wir das machen können, deshalb haben viele Frauen Perücken auf, die in die eigenen Haare, die vorher an den Hopf geflochten werden, eingenäht werden oder sie machen sich Rasters, wie ich die hatte.  (kleiner Exkurs ;) )

In der letzten Woche haben die Kinder ihre Hefte bekommen, in die sie rein schreiben und malen können. Ich durfte dann die Hefte mit Fach und Namen beschriften. Jetzt schreiben die Kinder mit Bleistiften, die ich dann immer mit so blöden Anspitzern anspitzen darf, die nicht richtig funktionieren. Die Kinder trommeln auch mit den Bleistiften auf den Tischen rum und dann sind natürlich die Mienen kaputt und die Stifte müssen alle 5 Minuten neu angespitzt werden. Nach dem ersten Tag hatte ich schon Blasen an den Händen! ;)

So ich glaube das wäre so mein erster Eindruck von dem Kindergarten. Fotos kommen noch!!

Die liebsten Grüße Johanna Abena Owusua