Cape Coast und Lake Bosumtwe
Hallo liebe Leute im kalten Deutschland. Wie ich höre fängt es in einigen Gegenden sogar schon an zu schneien…hier ist an so etwas nicht mal zu denken!! Die Trockenzeit fängt gerade an und es ist immer so um die 30°c, aber es wird noch wärmer!!
Letzte Woche habe ich mit Stefan und einer Reisegruppe aus Deutschland einen Tagesausflug nach Cape Coast gemacht. Das ist eine der bekanntesten Städte in Ghana und besonders für Touristen interessant, da es dort sehr schöne Strände gibt und auch Sehenswürdigkeiten von dort aus zu erreichen sind.
Zu erst waren wir im Kakum National Park, der etwas außerhalb von Cape Coast ist. Dort kann man über Hängebrücken in 140 Fuß Höhe (also etwa 42 m) durch den Regenwald laufen. Das war der Wahnsinn!! Eine wunderschöne Landschaft!! Das ganze Gerüst wurde vor einigen Jahren von Kanadiern gebaut und uns wurde gesagt, dass bis jetzt noch niemand runter gefallen ist. Es war auch manchmal ziemlich wackelig und für Menschen mit Höhenangst wäre das absolut nichts!! Ich habe hier einige Fotos von der Regenwaldlandschaft, die ich bewundern konnte. Ich habe die ganze Zeit versucht ein Foto zu machen, bei dem man sieht wie hoch die Hängebrücken waren, aber weil der ganze Boden bewachsen ist, kann man das nicht so gut erkennen. Tiere konnte man deswegen leider auch nicht sehen, obwohl uns gesagt wurde, dass es dort Waldelefanten und Affen geben soll.
Danach sind wir zum Mittagessen in ein Restaurant gefahren, dass auf Pfählen in einen See hinein gebaut wurde. Dort gab es Krokodile!! Ich stand 2 m von diesem Krokodil entfernt, dass auf dem Foto ist. Dieses Exemplar war etwa 1,5 m lang, aber es gab auch wesentlich größere, aber die waren nur im Wasser und ich habe leider nur Fotos auf denen man den Kopf sieht…ist nicht so interessant.
Nachmittags sind wir nach Cape Coast gefahren und haben dort das Castle besichtigt. Das ist eine Burg, die damals von den Sklavenhändlern erbaut wurde. Dort wurden die Sklaven vor ihrer Reise nach Amerika gefangen gehalten. Es gab mehrere Räume im Keller, in denen je Raum ca. 200 Sklaven lebten. Frauen und Männer getrennt. Es war wirklich interessant das zu sehen, vor allem weil wir dieses Thema letztes Jahr noch in der Schule hatten.
Es war ein toller Ausflug, aber etwas schade war, dass wir keine Zeit mehr hatten an den Strand zu gehen, aber das hole ich das nächste Mal nach, wenn ich dort hin fahre.
Am Tag danach sind wir (Lena und Regina, die uns besucht haben, Judith, eine ehemalige Freiwillige, die gerade hier zu Besuch ist, Father Robert und Stefan und ich) zum Lake Bosumtwe gefahren, der etwa eine Stunde von unserem zu Hause entfernt ist. Das ist einer der größten Binnenseen Westafrikas. Er ist durch einen Meteoriteneinschlag entstanden und ist deshalb fast kreisrund. Dort sind wir erst auf einem Boot etwas herum gefahren und sind dann noch schwimmen gewesen.
Das wär’s erstmal von mir!! Liebste Grüße Johanna
